Tamrons 150-600mm Telezoom an der X-T5
Zwei Sommer schon hat das gebraucht angeschaffte Tamron 150-600mm Telezoom auf den Berliner Gewässern gute Dienste geleistet. Adaptiert an Canons EOS R5 gelangen damit Bilder, von denen unsere fotografischen Vorfahren nur träumen konnten. Das Zusammenspiel beider Bildstabilisatoren und die mit 45MP üppige Auflösung der Vollformatkamera funktioniert tadellos.
Adaptiert an Canons R5 gelangen damit Bilder, von denen unsere fotografischen Vorfahren nur träumen konnten. Das Zusammenspiel beider Bildstabilisatoren und die mit 45MP üppige Auflösung der Vollformatkamera funktioniert tadellos.
Nach der Anschaffung der Fujifilm X-T5 ergab sich für die laufende Saison die Frage, ob das in seinen Abmessungen nicht gerade kompakte Rohr mit dieser Kamera zu vergleichbaren Ergebnissen führen würde. Immerhin ergibt sich durch den kleineren Sensor ein Brennweitenäquivalent von 900mm. Ein erster Test vom heimischen Balkon aus ließ Hoffnungen zu, auch wenn man sich bei der Betrachtung der Aufnahmen in der 100-Prozent-Ansicht des Eindrucks nicht erwehren konnte, dass die Auflösung der 40MP von der Linse nicht umgesetzt wird. Immerhin handelt es sich bei dem Teil um eine Konstruktion, die über zehn Jahre alt aus einer Zeit kommt, als derart hohe Auflösungen auf einem Sensor im APS-C-Format nicht üblich waren.
Bei normaler Ansicht oder gar bei den üblicherweise auf WEB-Format skalierten Lichtbildern fällt dergleichen allerdings kaum ins Gewicht.
In der freien Natur erwies sich das Tamron insbesondere bei vollen 600mm Brennweite als deutlich schwieriger zu händeln, als mit der zuvor genutzten EOS R5. Aufnahmen vom Boot aus während der Fahrt waren nahezu unmöglich. Besser wird es, wenn man auf 450mm runter geht, also jener Brennweite, die den 600mm im Vollformat entspricht. Beim Ankern auf ruhigem Wasser gelingen mehr brauchbare Aufnahmen, wenngleich auch hier die Verwacklungsgefahr deutlich höher liegt, als beim Kleinbildsensor.
Und doch bieten die 300mm mehr Brennweite einen nicht zu unterschätzenden Mehrwert. Führt man zu dem die Crop-Möglichkeiten aufgrund der hohen Auflösung ins Feld, ergibt sich ein weiterer Vorteil. Freilich benötigt der Betrachter ein geschultes Auge um solcherlei Feinheiten unterscheiden zu können.
Bliebe zu erwähnen, dass Tamron fürs Fuji-Bajonett eine native Linse anbietet, die mit bis zu 500mm Brennweite nur unwesentlich kürzer ausfällt, und zudem durch den unnötigen Adapter u. modernere Bauweise angenehm kompakt ausfällt.






