CCCP SLR TLR
Spätestens ab 1960 machte sich ein weit im Osten gelegenes Land auf den Weg, mit neuen Technologien die Märkte zu erobern. Die Konstrukteure quer durch alle Branchen der Konsumgüterindustrie begannen, elektronische Lösungen für die Funktionsweise von Geräten zu entwickeln, die das Leben schöner machten. Was für Fernseher, Plattenspieler, Kassettenrecorder, Autos und Motorräder galt, kam auch in der Kameraindustrie zum Einsatz. Gelang es zunächst, durch Rationalisierung und ein vergleichsweise geringes Lohnniveau Produkte in Europa und in den USA zu unschlagbar niedrigen Preisen anzubieten, wurden die Apparate mit der Zeit immer besser.
Bereits 1959 brachte Nikon mit der F die erste Profi-Kamera aus dem Land der aufgehenden Sonne heraus, die fortan von Fotografen aus aller Welt benutzt werden sollte. Schaut man sich Bilder, Spielfilme oder Reportagen aus jener Zeit an, in denen Pressefotografen eine Rolle spielen, sieht man neben der Rolleiflex und diversen mittelformatigen Balgenkameras immer häufiger Nippons Meisterwerk.
Andere Marken rückten nach, von denen viele heute kaum noch bekannt sind. Sie setzten Meilensteine hinsichtlich Bedienbarkeit, Funktionsweise und technischer Möglichkeiten. Die TTL-Messung (Pentax, Topcon), die Prozessor gestützte Belichtungssteuerung (Canon), der Autofocus (Konica) sind japanische Erfindungen, die den fotografischen Alltag revolutionierten. Zeitgleich geriet die einst glorreiche deutsche Kameraindustrie immer mehr ins Hintertreffen. Während sich die Unternehmen der Bundesrepublik auf technischen Irrwegen bewegten (Bsp. Zentralverschluss), fehlten in der DDR ab Ende der 70er Jahre zunehmend Investitionsmittel.
Schwedische Werbeanzeige Nikon F
(Quelle: www.digicammuseum.de)
Sanktionen des Westens auf Bauteile und Rohstoffe, die die kalten Krieger für strategisch bedeutsam hielten (Cocom-Liste) besorgten den Rest.
Angesichts derartiger Komplikationen ist es erstaunlich, zu welchen Leistungen die volkseigenen Kamerawerker immer noch in der Lage waren, man denke zum Beispiel an die Verchromung von Plastik (Praktica L-Serie) oder an die elektrische Blendwertübertragung (LLC). Bis 1990 kamen aus der DDR Fotoapparate, die in der Lage waren, die Bedürfnisse des "kleinen Mannes" zu befriedigen, Kameras, die zuverlässig arbeiteten und zufrieden stellende Ergebnisse lieferten.
Doch auch die japanische Fotobranche hat sich geändert. Ab 2000 vollzog sich der radikale Wechsel zur digitalen Bildentstehung und -Bearbeitung.
Canon ist nach jahrelangem Hinterherhinken zum Marktführer aufgestiegen. Nikon behauptet bis heute den Profisektor. Andere Marken rückten nach, von denen Sony und Panasonic immer wieder mit bemerkenswerten Innovationen glänzen. Gleichzeitig verschwanden einst klingende Namen von der Bildfläche. Wer kennt heute noch Kameras von Minolta, Konica, Topcon, Cosina, Petri, Mamiya oder Yashica, um nur einige zu nennen. Pentax hat sich nach seiner wechselvollen Geschichte aktuell unter der Ägide von Ricoh auf ein schmales, aber feines Soriment festgelegt. Tatsache ist, moderne Digitalkameras aus Japan sind heute so leistungsfähig, wie nie zuvor. Doch das ist eine andere Geschichte.
Die auf dieser Seite vorgestellten Schmuckstücke sollen einen kleinen Einblick in die Vielfalt und Potenz japanischer Baukunst geben.

Nachden Canon mit der F-1 im Jahre 1970 zur Weltspitze aufgeschlossen hatte, ja mehr noch, die damals beste Kleinbild-Spiegelreflex am Start hatte, ließ Nikon nicht lange auf sich warten. Mit der F2 von 1971 machte der Konzern klar, wer fortan den Ton angeben sollte, wenn es um Profi-Kameras ging. Bis heute liefern sich beide Japaner ein Stechen um die Weltspitze, sowohl was Kameras betrifft als auch die nötigen Objektive dazu. Inzwischen hat sich ein dritter Anbieter mit vorn platzieren können: Sony.
Die F2 war von Anfang an für den Profi-Sektor bestimmt, Wer als Reporter auf sich hielt, hängte sich eine Nikon um den Hals. Allerlei Zubehör, Wechselsucher, Filmkassetten mit Überlänge, Motorwinder und ein reichhaltiges Angebot hochwertiger Linsen, nicht zu vergessen die Abwärtskompatibilität des Bajonetts schufen dem Apparat eine riesige Fangemeinde.
Vorliegendes Modell dürfte eine F2 Photomic mit DP-1 Belichtungsmesser mit Nadelanzeige sein, die 1971/72 hergestellt wurde und bis heute bei den Fans ob ihrer Zuverlässigkeit gegenüber den späteren Leuchtdioden hoch im Kurs steht.

Nikons F-801 wurde von 1988-94 gefertigt. Sie war die erste Spiegelreflexkamera mit einer kürzesten Verschlusszeit von 1/8000stel Sekunde, eine Zeit die bis heute dem gehobenen und Profisektor vorbehalten bleibt. Auch die Blitzsynchronzeit von 1/250s kann sich sehen lassen. 
Die weitere Ausstattung muss als üppig bezeichnet werden: Vollautomatische Belichtungskontrolle inkl. Blenden oder Zeitenpriorität, Autofokus, Flüssigkeitsdisplay, integrierter Motorwinder und vieles mehr. Obendrein werden die wichtigsten Kennziffern via Beleuchtung in den Sucher eingeblendet. Betrieben wird der Apparat mit zwei AAA-Akaline-Batterien, die es selbst in den entlegendsten Gegenden am Touri-Kiosk zu kaufen geben dürfte.
So nimmt es nicht Wunder, dass die eigentlich für den Amateurmarkt konzipierte Kamera auch sehr gern von Profis in die Ausrüstung aufgenommen wurde.
Wenngleich Gehäuse und Oberschale aus Plastik bestehen, ist das Modell kein Leichtgewicht. Man hat mit knapp 700g ohne Objektiv ganz ordentlich was in der Hand. Die Ergonomie ist vorteilhaft, alle Bedienelemente, Taster, Schalterchen und Data-Rad sind bequem zu erreichen. Nikon zeigte 1988 mit der F-801 eindrucksvoll, welchen Weg die Kameraentwicklung in den nächsten Jahrzehnten gehen würde.

Die Topcon RE Super gilt als einer der Meilesteine der Kamerageschichte. Als sie 1963 auf den Markt kam, überholte sie alle bis dahin dagewesenen Technologien bzgl. der Lichtmessung. Obzwar Asahi bereits 1960 die Pentax Spotmatic mit weltweit erster TTL-Messung (Through the lens - durch das Objektiv) vorgestellt hatte, schafften es deren Konstrukteure nicht, den Apparat rechtzeitig zur Marktreife zu bringen. Tokyo Kogaku war schneller. Überdies gelang es den japanischen Landsleuten, ein System mit Offenblendmessung zu entwickeln, ein Feature, von dem die Konkurenz meilenweit entfernt war.
Die RE Super, in USA als Super D vermarktet, gelangte gar in den Ausrüstungspark der NASA - vor Nikon, Leitz und den anderen, wenigen Profimarken. Und als Profikamera ist sie ausgelegt: Wechselsucher, Wechselobjektive, bemerkenswerter Weise mit Exakta Bajonett, Motor-Anschluss - das waren die Ingredenzien, um diesem Anspruch gerecht zu werden.
Der Apparat ist äußerst robust, schwer, mit kantigem Gehäuse und dürfte für einige Mitbewerber mindestens als Inspiration gedient haben. So weisen die Praktica L-Serie, die Exakta RTL1000 (beide 1969) sowie die Icarex von Zeiss Ikon West (1967) erstaunliche Ähnlichkeiten mit der Topcon auf.

Ähnlich wie die Marke Topcon ist der Name Miranda heute nur noch wenigen ein Begriff. Dabei hatte die Firma Orion Precision&Co viel früher als Nicon oder gar Canon auf den Bau von Spiegelreflexkameras gesetzt. Bereits 1955 kam die Miranda T auf den Markt. Fortan sollte Firmengründer Ogihara Akira seine Apparate unter dem Namen Miranda vertreíben.
1967 kam die Sensorex in die Läden. Sie war die Nachfolgerin der Automex, einer robusten Kamera mit großer Selen-Zelle im Dachkantenprisma. Die Sensorex indessen war mit einer zeitgemäßen CdS-Zelle u. der damit verbundenen TTL-Messung ausgestattet. Anders als bei der Topcon RE Super musste der Anwender den kleinsten Blendenwert des jeweils verwendeten Objektivs an einem Rädchen links vom Sucher einstellen, um den korrekten Belichtingswert bei Offenblende zu ermitteln.
Die Sensorex ist mit einem Wechselsucher ausgestattet, der an den Kühler amerikanischer Straßenkreuzer erinnert, ein Umstand, der sicher mit der Kompatibilität zum Vorläufermodell zu tun hat.

Sie kam etwa 1968 auf den Markt und gilt bei Freunden traditioneller Lichtbildkunst bis heute als eine der schönsten Kameras für Kleinbildfilm - die Miranda Sensomat.
Das Modell RE ist lediglich eine Weiterentwicklung, die ab ca. 1971 in den Läden lag. Auch hier war der Sucher abnehmbar, der verdächtig an ein Pentaprisma der Exakta Varex aus den 50ern erinnert.
Neben dem damals bereits üblichen TTL-Belichtungsmesser war die Sensomat mit zwei Auslösern, beide auf der rechten Seite, ausgestattet. Der Fotofreund hatte die Wahl zwischen oben (Leica, div. westdeutsche Kameras, aber auch viele Japaner) oder vorn neben dem Objektiv, ähnlich wie bei den Prakticas aus der DDR.
Miranda Kameras gehörten in den 60er Jahren zur Creme japanischer Baukunst, zuverlässig, robust, mit feinfühliger Mechanik. Nach dem Ausscheiden ihres Gründers Ogihara Akira 1969 dümpelte die Firma noch ein wenig vor sich hin, bevor sie 1976 insolvent wurde. Der Name Miranda wechselte ein paar Mal den Besitzer, konnte jedoch nie an die guten Zeiten anknüpfen.

Bereits 1873 startete Rokusaburo Sugiura in Tokio mit dem Verkauf von fotografischem Zubehör. Die Cherry Hand Camera gilt als erste japanische Markenkamera, womit Konica wohl als älteste Kameramarke des fernen Ostens gelten dürfte.
Die Konica Autoreflex T2 kam 1970 auf den Markt und löste die Autoreflex T ab. Erkennbar ist das Modell allerdings nicht an der Bezeichnung auf dem Gehäuse. Die war geblieben. Da es jedoch ab 1973 eine T3 gab, wird das vorliegende Modell als T2 gesehen.
Die Veränderungen zum Vorgängermodell sind nur gering, von denen der Betriebsschalter am Auslöser in Verbindung mit einer Sperre noch die Wesentlichste sein dürfte. Die automatische Belichtung mit Verschlusszeitenpriorität war beim Vorgängermodell sensationell fortschrittlich und galt auch bei der T2 immer noch auf der Höhe der Zeit. Wenngleich die Kamera einigermaßen klobig wirkt, zeugt die Mechanik von der Kompetenz der Konstrukteure. Der in Mode gekommene Titan-Verschluss arbeitet typisch japanisch butterweich. Das 52mm Hexanon mit 1,8er Lichtstärke suchte damals ob der überragenden Abbildungsleistung seinesgleichen.

Die Konica Autoreflex A3 von 1973 ist eine deutlich abgespeckte Version der im gleichen Jahr auf den Markt gebrachten T3 des Herstellers. Insbesondere der fehlende Betriebsschalter für den Belichtungsmesser weist sich in der Praxis als nachteilig aus. Hat man keinen Deckel auf dem Objektiv, wird unnötig Strom verbraucht und die Lebensdauer der Batterien deutlich verkürzt. Da der Apparat ansonsten vollmechanisch arbeitet, lässt sich dennoch weiter fotografieren, für erfahrene Knipser kein Problem.
Die Kamera ist wuchtig und mit 997g wahrlich kein Leichtgewicht. Umso mehr erstaunt es, wie butterweich mit wenig Erschütterung der Verschluss arbeitet - typisch japanisch.
Als Objektiv kam ein neues 50mm Hexanon zum Einsatz, das laut Buhl deutlich schärfer abbilden soll, als sein 52mm Vorgänger. Bis heute gilt die Linse als ein erstklassiges Objektiv, dass den Vergleich mit modernen Vertretern nicht zu scheuen braucht.

Konicas Autoreflex TC ist eine handliche Kamera, die für den sogenannten Amateurmarkt entworfen wurde. Dem im Frühjahr 1976 vorgestellten Fotoapparat fehlt ein Selbstauslöser und ein Motoranschluss. Die längste Belichtungszeit ist 1/8 Sekunde, was für die meisten Anwendungen vollkommen ausreicht. Auch auf eine Abblendtaste muss der Anwender verzichten. Dafür wurde das Hexanon-Objektiv überarbeitet. Mit Offenblende 1,7 ist es als lichtstark zu bewerten. Es ist leichter und kleiner als seine Vorgänger und wartet selbst nach heutigen Maßstäben mit überragenden Abbildungsleistungen auf.
Der Verschluß arbeitet genauso erschütterungsarm, wie bei den anderen mir bekannten Konicas. Der Apparat kann mit einer Belichtungsautomatic betrieben werden. Priorität ist die einzustellende Verschlusszeit, nach der die passende Blende berechnet wird. Die Autoreflex TC gab es in zwei Ausführungen, erkennbar an der Gestaltung des Logos. Vorliegendes Exemplar mit Großbuchstaben dürfte eines der späteren Modelle sein.

Die Konica FC-1 ist eine von jenen japanischen Amateurkameras, die seit Anfang der 70er Jahre die westliche Welt eroberten. Nach dem Ausscheiden der bundesdeutschen Kamarindustrie und dem allmählichen Zurückbleiben der Dresdner Apparate am Weltniveau eroberten die Asiaten nach dem Profimarkt (Nikon F, Canon F-1, Topcon u.a.) schließlich auch den Einsteigerbereich.
Die FC-1 kam 1980 heraus und ist eine abgespeckte FS-1, bei der auf einen eingebauten Motor verzichtet wurde. Den gibt es als Zubehör. Er soll jedoch klobig und mit 1,5 Bildern pro Sekunde nicht gerade schnell sein. Die FC-1 hat eine Belichtungsautomatik mit Blendenpriorität. Glücklicherweise benötigt das Modell LR44 Batterien statt der früher verwendeten Quecksilberknopfzellen. Die Kamera ist nicht sehr groß und fühlt sich trotz des Kunststoffgehäuses robust und zuverlässig an. Neben der üblichen, hochwertigen Hexanon-Objektive gibt es überdies Fremdlinsen, von denen im vorliegenden Fall ein Tokina Zoom 35-105mm Verwendung fand, bestens geeignet im "Straßenkampf" diskret zu agieren.

Minolta ist eines der Traditionsunternehmen, das seit 1928 Fotoapparate baute, und war über viele Jahre nach Nikon und Canon auch die drittgrößte Marke. In den 70ern begann eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Leitz (z.B Leica CL, R3). Die westdeutsche Kameraindustrie war so gut wie am Ende. Nur wenige entwickelten Ideen, wie es weiter gehen könnte.
Nach einer Fusion mit Konica 2003 und der strategischen Partnerschaft mit Sony zog sich Konica Minolta 2006 endgültig aus dem Kamerageschäft zurück. Die Nutzungsrechte von Patenten und Technologien übernahm der Gigant der Kommunikationsindustrie. So erklärt sich z.B. die Verwendbarkeit von Minolta-Linsen an Sony-Kameras
Die Minolta SR-T 101 kam 1966 auf den Markt und wurde ganze 10 Jahre gefertigt. Sie erhielt über die Zeit einige Detailverbesserungen. Insbesondere die ab 1970 verfügbare CLC-Belichtungsmessung, eine weiter entwickelte TTL-Messung, darf als innovatives Feature angesehen werden. Sie gleicht Überbelichtungen aus, indem angenommen wird, dass die Oberseite des Bildes der Himmel (bedeckt) und der untere Teil das Motiv ist, das man fotografieren möchte.

Die Minolta X-300 wurde zwischen 1984 und 1989 gebaut. Den Angaben im Netz, sie wäre ausschließlich in Malaysia oder gar China gefertigt worden, widerspricht beim vorliegenden Modell die Gravur "Japan" auf der Bodenplatte. Immerhin gelang es, anhand von Produktfotos bei Ebay, die malayische Herkunft von Exemplaren des Typs festzustellen. Die X-300 ist ein elektronisch gesteuerter Vollautomat mit Blendenpriorität, der auch manuelle Handhabung gestattet. Der Belichtungsmesser zeigt an, welche Verschlusszeit zur aktuell eingestellten Blende verwendet wird. Wählt man die Zeit manuell, gibt es eine zweite Diode antlang der Zeitenskala im Sucher, die anzeigt, welches der optimale Wert wäre. Leuchtet nur eine Diode, ist der Wert zur Deckung gebracht. Das gibt erfahrenen Lichtbildnern die Möglichkeit, die Lichtmenge als Gestaltingsmittel einzusetzen.
Das Design ist industriemäßig kompakt und handlich, so recht eine Kamera für jedermann. Außer Scharfstellen braucht der Anwender nichts machen, um zu respektablen Ergebnissen zu kommen.

Mamiya dürfte dem Fotointeressierten von einer breiten Palette an Mittelformatkameras bekannt sein. Die RB67, die RZ67, die M645, aber auch die doppeläugige C330 Professional genossen bei der lichtbildnerischen Zunft hohes Ansehen. Dass das 1940 in Tokio gegründete Unternehmen auch Kleinbildkameras produzierte, ist weniger bekannt. Zum einen richtete sich der Fokus der Käuferschaft nach dem Niedergang der deutschen Kameraindustrie auf Marken wie Nikon, Canon oder Minolta, zum anderen wurden die Mamiyas in Europa kaum gehandelt. Sie waren neben dem einheimischen eher dem amerikanischen Markt vorbehalten.
Die MSX 500 stand ab 1975 zur Verfügung. Sie war die kleinere Schwester der MSX 1000 und unterschied sich von dieser durch den fehlenden Selbstauslöser und eine kürzeste Verschlusszeit von 1/500stel Sekunde. Ansonsten handelt es sich um einen schlichten Apparat fürs gemeine Volk.
Die MSXen besaßen eine Bildfeldmessung, die im Spiegel untergebracht war. Sichtbar wird der Umstand an einer Verdunklung des Sucherbildes am unteren Rand von ungefähr 10% der Bildfläche.
Die zweite, nicht gleich ersichtliche Sonderfunktion besaß der soganannte Mehrzweck-Schnellschalthebel.
Durch Druck des Knopfes auf der Drehachse klappte der Hebel ans Gehäuse und die Elektronik war abgeschaltet. Darauf muss man ohne Bedienungsanleitung erst mal kommen.
Mamiya verwendete bis Anfang der 80er den M42-Anschluss. Eigene Objektive besitzen überdies eine Verriegelung. Freilich ist die Kamera mit allen gängigen M42-Linsen zu gebrauchen, was über lange Zeit ein Pluspunkt war, konnte man doch so auf ein Arsenal an Objektiven zurück greifen.
Die Anschaffung geschah eher aus Neugierde, da das Angebot zu günstig war, um es zu ignorieren.